Diözesanmuseum Trier

Bischöfliches Dom- und Diözesanmuseum
Trier

Akustikputzausstattung des Deckengewölbes

19 Millionen Mark investierte das Bistum Trier in den Neubau des Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseums. Zwar ist es nicht im ursprünglichen Sinn ein „Ort der Stille“, dennoch kommt das Museum diesem Anspruch nahe: Wurde doch die Tonnendecke des Altbaues mit Akustikputz ausgestattet.

Die hallenartigen, weiten Räume in hellen und kühlen Farben, der breite Einfall von Tageslicht, bieten ideale Voraussetzungen für die Präsentation der Kunstschätze mit einem teilweise biblischen Alter. Die architektonische Gestaltung des 19 Millionen Mark teueren Museums orientiert sich soweit wie möglich an der Längsrichtung des Altbaues. Für die Verbindung zwischen „Himmel und Erde“ sorgen die vielen Ein- und Durchblicke in den Innenräumen. Den Altbau überspannt eine 45 Meter lange Tonnendecke, den niedrigeren Neubau schließen Glasdachformen nach oben ab. Vom alten Wolff-Gebäude blieben nur die Außenwände stehen, nachdem man 1983 mit den Umbauarbeiten begonnen hatte.

Um das Mauerwerk nicht zu sehr zu belasten, wurde in das Innere eine völlig unabhängige Betonkonstruktion eingepasst, überspannt von einem 2500 Quadratmeter großen Deckengewölbe.

Hier kam Akustikputz M, ein mineralisch gebundener Spezialputz, zum Einsatz. Er wurde aufgetragen, um Lärm und Störschall aus den Räumen zu verbannen und den Besuchern einen Gang durch das Museum in aller Stille zu ermöglichen. Störende Raumgeräusche, vor allem in hohen Räumen, werden von diesem Putz weitgehend absorbiert. Walter Ewerhardy, Sto Fachberater, stellt fest: „Die in der Prognose angegebenen maximalen Nachhallwerte wurden deutlich unterschritten.“

Nicht nur akustisch, auch gestalterisch erfüllte der leicht zu verarbeitende Akustikputz die Wünsche des Architekten und der Handwerker.

  • Bauherr: Bischöfl. Generalvikariat
  • Architekten: Prof. Alois Peitz (Diözesanarchitekt Dipl.-Ing.), Wendel Marx (Hochbau-Ing.)